Geomancy at Finca Artistirma

Geomantiekunstprojekte in Fuerteventura

2008 -2012

 

TARA ODER IM REICH DER GÖTTIN MIT DEM HUND

Geomantische Reise zu den Wohnstätten der Göttin der Glückseligen, den Kanarischen Inseln Lanzarote und Fuerteventura

Tara oder die göttlichen Inseln

Jenseits der Welt der Lebenden

muss das Reich der Glückseligen sein

Die elysischen Gefilde

Ein Lichtermeer, ein Seelenhaftes

Die untergehende Sonne führt es an,

steigt wieder empor,

erhebt sich gülden und orangen gelb

Gleich dem goldenen Apfel

aus Heras geöffnetem Hesperiden-Gartentor

Der Eingang in ihr Reich

Bewacht von hundegestaltigen Söhnen

sie klingen und singen

ihre Klangwelten der Liebe ertönen

die Höhle ist’s, der Transformation

die Hölle als Unterwelt der Wandlung

und doch real und präsent mit Namen

die Hundeinseln als interdimensionales Portal

die Inseln der Unterweltsgöttin, der Erdentiefe

der Erdseele als Göttin der Erinnerung

ins neue Leben der Liebe geboren

als uralter kosmisch irdischer Widerhall

viele Namen und Worte führen es an

geblieben sind nur wenige

doch die zu nennen

trägt uns ins Paradies

und ist in der heutigen Zeit der Verwissung

endlich wieder dran                   (Margan D. Kalb)

Die Hundeinseln, von Hund = cane = Kanarische Inseln, Kanarisches Urvolk als Hunde-züchter, Hund als Unterweltswächter, Unterwelt als Welt, wo die Sonne untergeht, das Reich der Unterweltsgöttin, der alten Erdgöttin der Wandlung, der Schwarzen, der Hund als Höhlenhund in den zahlreichen Höhlen der Inseln, der Sonnenuntergang im Westen, die Inseln, gelegen im Westen der alten Zivilisationen, die Sonne als goldener Ball gleich den Bäumen mit den goldenen Äpfeln der Hera, den Orangen, die Hunde als heulende Wesen, die eine bestimmte Energie halten, die Qualität der Liebe, zu zweit wachen sie über den Ton und sind bekannt als Klangwesen, als Ogmins, als Hathoren, als Titanen und Giganten, als extraterrestrische Elementarwesen, die auf ihren Schultern durch ihr Tönen die Erde als goldenen Liebesapfel tragen, die kretischen Kureten und die europäischen Kurents, als Diener der Percht, der Höllenfürstin der Holle, Hel, Freya und Percht, der Tara. Zugleich die Glänzende, Bertha, die  mit dem Jenseitslicht, dem Licht der goldenen Sonne, die elysischen Gefilde, das Paradies auf Erden, der Garten der Hera und der Hesperiden, der alten Licht /Schattengöttin, der Kraft der zwei, der zweigesichtigen hundegesichtigen Erdgöttin, Erdseele, mit dem in ihren Tiefen versunkenen und geborgenen Wissen alter Klangzivilisationen (Atlantis, Lemurien, Mu…), die Inseln der Glückseligen, der Seelen, das Gladheim und unseren Blicken leicht entschwindbares Avalon oder Borondon. Und dennoch äußerst real, im Atlantischen Ozean gelegen und Wohninseln der alten matriarchalen Welt.

Was ist aus ihnen geworden, den sieben Inseln, dem Siebengestirn des Atlantiks, den Plejaden der Erde? Lasst sie uns besuchen, der Reihe nach und lasst uns die Göttin Tara um Eintritt bitten und um den goldenen Apfel der Liebe, und lasst uns gen Westen reisen und den Klang hütenden Hunden und den elementaren Kraftgestalten als Hütern der in die Erdtiefe abgesun-kenen Gefilden der Glückseligkeit ein Lied der Liebe singen. Denn die Göttin mit ihrem Hund ist noch immer wach und wartet geduldig unseres Kommens. Sie führt uns nach Artis Tirma, sie holt uns ihren Höllenstein und wie Kinder bauen wir daraus einen Steinkreis und weihen ihn ihrer Obhut am Tage ihres Vollmondes im November 2008. (Geopunkturprojekt auf Fuerteventura im Kunstzentrum Artis Tirma)

 

 

I Geopunktur von Artis Tirma

 

Allgemeines:

In der Geomantie beschäftigen wir uns mit den subtilen Ebenen und Dimensionen der Erde, der Menschen, anderer Wesen und des Daseins überhaupt. Die Erde drückt die verschiedenen Ebenen z.B. sichtbar über die Topographie aus, aber auch in unsichtbaren Energieströmen, Kraftzentren verschiedenster Qualitäten, emotionalem Bewusstsein des Raumes…Geomantie versucht hierbei unter anderem, den Einfluss dieses Geschehens auf die Kultur, Tradition, historische Ereignisse, Gesellschaftsformen, Sagen, Legenden und den Menschen im persönlichen Alltag zu erforschen und nötige Veränderungen oder Entwicklungsschritte aufzuzeigen und konkret umzusetzen.

Menschen haben immer schon kraftspendende Orte und Landschaften erspürt, sie als heilig verehrt und die Raumqualität kulturell gepflegt. Sie sind zu den magisch anziehenden oder kräftig strahlenden Orten hingegangen. Sie ehrten die Kräfte und die sowohl subtilen als auch sichtbaren Landschafts-phänomene. Sie machten sie dadurch zugänglich und deutlicher wahrnehmbar. An diesen heiligen Stätten/Landschaften errichteten sie ihre Kultzentren wie Steinkreise, Tempelbauten…, später Kir-chen….,welche dann durch ausgewählte Menschen und Rituale gepflegt wurden.

All die von Menschen an solchen Stellen errichteten Steinstrukturen wirken dann wie Klangräume, die durch die sakrale Tätigkeit der Menschen noch verstärkt werden. Ähnlich dem Bauch einer Gitarre als Resonanzraum können so die Klänge, die Musik, die Sprache der Erde verdeutlicht werden. Die verstärkten Vibrationen wurden ins menschliche Leben und in menschliche Tätigkeiten bewusst integrierbar.

Die alten Steinsetzungen, v.a. Menhire und Steinkreise, sowie Labyrinthe waren zusätzlich noch nach den Himmelsrichtungen und auf bestimmte Gestirne oder Sternsysteme ausgerichtet (Mond, Sonne, Sirius, Plejaden….). Sie bildeten somit Resonanzräume auch für Sternenklänge und deren die Erde beeinflussenden Bildekräften und Information der geistigen Welt. Das führte neben der Erkenntnis der Mehrschichtigkeit des Lebens und dem Gespräch über die kosmischen Gesetzmäßigkeiten zur rituellen Sternenbeobachtung und –Deutung, Erkenntnissen über die Zusammenhänge mit bestimmten irdischen Phänomenen und mit der Fruchtbarkeit der Erde. Es entstand ähnlich dem Steinkreis auf der Erde ein solcher Kreis des sich scheinbar um uns drehenden Himmels  (tyr = drehen, die Tyr-= Tier-kreiszeichen, Zodiac). Es waren z.B. Kalendermessungen möglich, Jahreszeiten- oder Mond-/Sonnenfinsternisvoraussagen…

Geopunkturkreise:

Geopunkturkreise sind moderne Steinkreise. Menschen früherer Zivilisationen haben mit großem Aufwand riesige Steinkreisheiligtümer errichtet. Es geschah dies aus einer nahen Beziehung zur Erde. Es fand an diesen durch Menschen geschaffenen sakralen Orten eine ständige Kommunikation mit der Erde statt, z. B. in Form von Ritualen, durch bestimmte Menschen wie SchamanInnen, Priesterinnen….

Wir heutigen Menschen sprechen nicht mehr mit der Erde, wie es früher in vielen Kulturen geschah. Wir wissen zwar alles über Atome, den Aufbau der Materie, ihre Reaktionen untereinander…Doch dieses Weltverständnis  ist nur unsere eigene Schöpfung,. Das ist nicht Kommunikation mit der Erde. Wir leben auf der Erde wie in einem Haus, wo nicht mehr miteinander geredet wird. Wir haben keine Sprache mehr, um mit den Elementarwesen, den Engeln….zu reden. Wir sprechen nur mehr die Sprache des Menschen. Das ist extrem antropozentrisch. Dadurch läuft alles auseinander. Aber alles ist sehr komplex gebaut, soll zusammenleben. Wenn ein Rad im Getriebe nur mit sich redet, wie der Mensch, dann fällt das Ganze auseinander. Wir sehen es täglich rund um uns, wie die Welt zusam-menfällt. Wissenschaftler haben den Nobelpreis dafür bekommen, dass sie klar feststellten, wann es zum Kollaps kommt. Es wird von Wissenschaftlern wie Politikern noch immer über die Folgen von vor 30 Jahren geredet. Es wird um die % der Umweltschädenbehebung  gestritten und geredet und geredet. Doch schon vor dreißig Jahren hätten die Maßnahmen, worum heute prozentuell gestritten wird, umgesetzt werden sollen.

Geopunkturkreise wirken somit nicht nur im kosmischen Selbstheilungsprozess der Erde mit, sondern regen selber emotionale, vitalenergetische und seelisch-geistige Vorortheilungsprozesse an.

Geopunktur von Fuerteventura /Artis Tirma-Tarajalejo:

Die Idee, einen solchen Steinkreis in Fuerteventura auf den Kanaran zu setzen, kam v.a. von Mona Bienek gemeinsam mit Elvira Isasi und Gundula Harlan. Nach sechsjähriger zeitlicher und Raum-vorbereitung findet das Projekt dann im November 2008 statt. Somit hat sich im Kunstzentrum Artis Tirma der Kunst über die Steinkosmogramme eine weitere Möglichkeit geboten, eine neue Aufgabe, ihre neue Rolle in der Erdwandlung, wahrzunehmen.

Die zur Errichtung der Steinsetzung nötigen Steine wurden dem Projekt von Peter Kostelenski als Geschenk aus einem alten Fuerteventurischen Vulkan überbracht. Sie sind zum Teil aus hartem Lavabasalt, durchzogen mit kleinen Lavablasen und ausgeprägte Persönlichkeiten.

Die Großraumsituation:

Der Geopunkturkreis von Artis Tirma ist eingebunden in ein riesiges Gebiet, das wir atlantischen Landschaftstempel nennen. Auf den Kanarischen Inseln konzentrieren sich die Kräfte, die einerseits von Nord- und Südamerika, andrerseits von Europa und Afrika und weiters von Nord- und Südpol genährt werden. Den einzelnen Inseln der Kanaren kommen dabei verschiedene überregional wirkende Aufgaben zu. Prinzipiell agieren sie wie ein Atmungssystem, das sich gleich einem interdimensionalen Portal in verschiedene Räume, Ebenen und Zeitschichten öffnet. Erinnerungsfelder ältester Kulturen (wie Lemurien, Atlantis…) aus den tiefen Schichten des Erdbewusstseins werden genauso zugänglich wie gegenwärtige und kosmische urbildliche Räume. Sie werden hier in einem Gleichgewicht gehalten, und mit dem Erdkosmos ausgetauscht.

Der Atlantikraum ist wie ein Wasserkontinent, es gehören auch die Uferländer dazu. Wasser/Atlantik  ist ein Yinkontinent, der Festlandkontinent ist Yang. Die Yinkontinente werden nicht berücksichtigt, aber es ist sehr wichtig. Das war nicht immer so, die Erde hat inzwischen eine Balance entwickelt, wo die Erde und wo das Wasser ist.

Der atlantische Landschaftstempel besteht aus zwei Dreiecken: Grönland – Pyramidenkomplex Mexiko-City – Pyramiden von Gizeh das eine Dreieck und Rio de Janeiro – Südatlantik – Afrika das zweite Dreieck. Dazwischen sind in der Mitte die Kanaren, die auch mit dem Atlasgebirge verbunden sind.

In diesem großen Kontext steuert Lanzarote ein riesiges Herzzentrum und Erdchakra bei, das wie eine Schaukel oder Lemniskate zwischen dem Südwesten der Insel (El Golfo) und dem Nordosten (Mirador del Rio) um die Gralslandschaft der alten Hauptstadt Teguise schwingt (es war Ziel des ersten Workshops auf Lanzarote, siehe auch Margan D. Kalb: „Lanzarote – Modell der idealen Erde“).

Fuerteventura wirkt darin wie ein enormes Lungensystem mit einem sichtbaren und einem in der subtilen Welt verankerten Lungenflügel.

Auf beiden Inseln (schon von den UreinwohnerInnen erkannt und rituell gepflegt) wirkt die Kraft der Zwei, eine harmonische Verbindung von Sichtbarem und Unsichtbarem, Inkarniertem und Nich-tinkarniertem…Drehpunkt in Lanzarote ist das Herzzentrum um Teguise, auf Fuerteventura die engste Inselstelle bei La Pared

Die Kraft der Zwei spiegelt sich auch in der Art der Verbindung beider Inseln miteinander wieder: Lanzarote, die dunkle (schwarze Lava) Insel entspricht der fruchtbaren Erdmutter, die uns in venu-sischer Liebesenergie mit den Früchten des konkreten Lebens versorgt. Denn die Insel ist fruchtbar und baut noch Erde auf aus den jüngsten, 200 Jahre alten Vulkanen. Fuerteventura ist die lichte Insel (kahl, fast ohne Bewuchs liegen das helle Gestein, die blendend weißen Strände… vor), die der geistigen  Qualität, der Lichtgöttin, entspricht. Sie hält die entsprechenden Informationen der geistigen Welt bereit. Drehpunkt ist die zwischen beiden nahegelegenen Inselschwestern befindliche kleine Insel Lobos, ein geheimnisvolles, an Avalon oder Insel Borondon erinnerndes Eiland.

Lanzarote ergibt topographisch, symbolisch das Bild einer Wasserschildkröte (Margan), die ein uraltes indianisches, chinesisches… Symbol für die Erde, die Göttlichkeit der Erde, die Erdgöttin ist, die aus sich selbst Leben schafft und es durch den Urozean des Kosmos trägt, oder auch als Gebärende (Peter Frank), deren schwangerer Bauch durch die noch heißen Feuerberge gebildet wird. Fuerteventura wird als liegende helle, weiße Göttin (Margan) oder als atlantische, verzauberte grüne liegende Prinzessin (Marko) wahrgenommen, weiters als Fisch, der das Gleichgewicht zwischen einatmenden und ausatmenden Kräften hält (Margan) oder als Füllhorn bzw. als zwei Lungenflügel (Marko).

Im nächsten, kleineren zu betrachtenden Gebiet (Holon)

erscheinen die Kanaren wie ein Schmetterling (der Transformationskünstler schlechthin). Den einzelnen Inseln kommen dabei folgende Raumqualitäten und Aufgaben zu: El Hiero Wurzel mit Steißbein und Sitz der Kundalini, La Gomera Sakralchakra und Geschlecht, La Palma Solarplexus, Lanzarote Herzchakra, Fuerteventura Kehlkopfchakra mit Atmung/Lunge, Gran Canaria AhnInnenwelt und Stirnchakra und Teneriffa als Kronenchakra auch Sitz des Kanarischen interdimensionalen Portals. Diese horizontale Verteilung der Inseln wird noch durch vertikale Informationsfelder durchdrungen: die aus dem Kosmos einströmenden geistigen interstellaren Welten treffen auf das Holon Atlantik mit Zentrum Kanaren, und deren interdimensionalem Portal und der inneren Welt Atlantis und tauschen sich mit den inneren Welten der Erde aus bzw. visversa.

Dieses interdimensionale Portal öffnet sich nach innen, zu Atlantis, dem Lichtozean. Dieser ist wie ein Gedächtnis über die in die Erdtiefe gesunkenen alten Zivilisationen, zugleich Träger urbildlicher Weisheit. Aber es handelt sich nicht nur um reines Bewusstsein, sondern es sind auch feenartige Wesen. An den Technologien, Ritualen, der Kultur vergangener Zeiten wirkten auch Elementarwesen mit. Sie halten dieses Wissen im Inneren fest, wo es weiter lebt. Dieses Wissen inkarniert sich an manchen Stellen der Erde und ein Stück weit auch in uns Menschen bei jeder Inkarnation von uns. Im jetzigen dramatischen Moment des Zusammenbruchs der alten Erde brauchen wir ihr Wissen. Die Portale müssen dafür offen sein.

Durch den Steinkreis wird ein Impuls gegeben, das Portal zu öffnen, damit ein Austausch von innen nach außen und umgekehrt stattfindet, die Verbindung wieder hergestellt wird und die Erde wieder stabil wird.

Der Bezug zu Europa

wird z.B. in folgendem Bild erlebt (Johannes): der Stierkopf Europas = Spanien, beobachtet oder blickt auf die Kanaren, die wie „Futter“, Inspiration wirken und dies wird eingeatmet. Der Stier wird oft symbolisch mit sieben Sternen über seinem Kopf dargestellt (Marko), die Sterne entsprechen den sieben Kanarischen Inseln. Der Bezug zu Amerika wird in einem weiteren Bild erlebt (Margan): quer über den Atlantik liegt eine weibliche Wesenheit, deren Beine Nord- und Südamerika sind, der Bauch ist der Atlantik und die Kanaren sind dabei das Atmungssystem. Die Kanaren werden des weiteren wie von Wasser bedeckt erlebt, nicht physischem Wasser, sondern der geistigen Qualität, der Allwissenheit des Wassers (Thera) und diese geistige Essenz des Wassers liegt gleich einem feinen Nebel über dem Raum (Christine). Auf den Kanaren kommen aus den innersten Schichten der Erde gespeicherte Wissensfelder untergegangener Kulturen wieder zum Vorschein (Marko, Peter, Margan), und stehen uns neuerlich als Unterstützung der Erd- und Menschenwandlung zur Verfügung (von dem, was einmal war, bleibt immer etwas übrig, das sich in eine neue Inkarnation mitgebiert und einfließt. Die Schichten der Erdvergangenheit scheinen immer zum Erdzentrum hinzusinken, die neue Epoche gründet auf der vorhergehenden und schafft eine neue Schicht hinzu. Ein Channeling (Gerlinde Fink) bestätigt die Bedeutung der Verankerung dieser Energien auf den Kanarischen Inseln, was durch die Verbindung der vielfältigen, im Projekt tätigen Menschen gefördert wird.

Im kleinsten Holon

liegt der neue Steinkreis im Kunstzentrum Artis Tirma von Elvira Isasi und Barbara Domanski. Hier wird der Ort genährt von drei heiligen umgebenden Bergen: der erste Berg, der Caracol, liegt direkt hinter Artis Tirma im Osten, hat drei Spitzen und erscheint (Marko) belebt durch Wesen einer anderen Zeit, was sich in der Jurte der Finca Artis Tirma wiederspiegelt. Auch wie eine Göttin, deren Kopf auf die Brust gesunken ist und welche ihre Energie kugelförmig ins Land schickt, wird der Berg erfahren (Thera) oder als eine riesige Lichtkugel (Peter), die uns animiert, uns mit der Vergangenheit zu beschäftigen, um etwas Neues zu beginnen. Es fließt uraltes Wissen in die Landschaft (Margan) und es ist in der Höhe eine Art Lichtabbildung der Insel wahrzunehmen (Johannes). Der zweite Berg im Westen ist der El Cardon, ein uralter Kultberg mit neolithischen Siedlungen und der dritte Berg ist ein einzelner alter Vulkan nördlich der Finca, Montana Tirba, der wie ein Mandala-berg wirkt. Diese Dreiheit der Umgebung spiegelt sich dann in den drei mal drei Steinen plus Mittestein des Geopunkturkreises von Artis Tirma wieder.

Struktur des Geopunkturkreises von Artis Tirma:

Die Steinsetzung wurde mit 3×3 plus 1, also 10 Steinen durchgeführt. Dabei sind die neun Steine so im Rund angeordnet, dass sie sich zu einer leichten Spirale öffnen.

  • Drei Steine repräsentieren den kosmischen  Urraum
  • Drei weitere Steine stellen die Lebenssphäre auf der Erdoberfläche dar
  • Drei Steine verbinden uns mit dem Erdinnenraum.

Durch die drei Sphären spiegelt sich die kosmische Dreiheit, die Zyklizität des Seins, der weibliche Aspekt des Kosmos, wieder, und ist nochmals in drei Ebenen unterteilt. Dieses holographische Weltbild zeigt durch 3×3 Schichten die Präsenz der „Göttin“ in der Landschaft. Der ganzheitliche Aspekt ist dabei der kosmische Urraum, der kreativ-schöpferische entspricht der Lebenssphäre und der Wandlungsaspekt dem Erdinneren.

  • Der 10. Stein wurde etwas außerhalb der anderen 9 gesetzt und ist in Resonanz mit der Ganzheit, dem Göttlichen, dem Unbenennbaren, Ewigen… Dieser Stein spannt die Achse zwischen dem Kreismittelpunkt und dem Großen Ganzen. Normalerweise setzen wir das Göttliche oben und die Materie unten an. Hier im Steinkreis wird es umgestülpt, verändert, transformiert. Das Göttliche wirkt nicht zyklisch, sondern ist jederzeit in allen Ebenen des Seins, von der Materie bis hin zu den Engelsdimensionen präsent. Der 9. Stein ist also zugleich innen und außen, die Mitte im Kreis und außerhalb und Linie.

Alle 9 Steine sind mit Kosmogrammen versetzt. Die Entwicklung des Lebens folgt durch die Epochen einer bestimmten Richtung: der Christuskraft, die in allen Zeiten wirkt. Die Kosmogramme gestalten sich, diesem Verlauf nachspürend, auf den Steinen durch die menschliche Mitbeteiligung.

Die drei Ebenen der Steinsetzung im Detail:

1.kosmischer Urraum:

a)    Der erste Stein dieser Dreiergruppe steht für die göttliche Präsenz, das allumfassende Bewusstsein, das kosmische Christusbewusstsein, diese universale Schöpfungskraft, den Kristallschädel, der symbolisch das ganze Universum umfasst. Der mit dieser Energie in Resonanz befindliche Ort ist die Sakristei, das Allerheiligste in der Kirche von Betancuria, der alten Hauptstadt von Fuerteventura, durch den freistehenden Jesusknaben, El Nino, symbo-lisiert (siehe auch christliches Gleichnis von Jesus: „Ich und der Vater sind eins“). Das entsprechende Kosmogramm wird von Marko entworfen und von ihm und Peter gemeißelt. Es versucht, diesem interstellaren Christusbewusstsein Ausdruck zu verleihen.

b)    Der zweite Stein steht für die göttliche Liebe, den kosmischen Liebesstrahl. Die Liebeskraft des Universums ist wie eine in jedem Moment stattfindende Berührung gleich einer Säule von oben mit einer starken und doch weichen Kraft. Dadurch wird die Erde zum Raum der Wirklichkeit, einem Leben voll Liebe, das Leben als Ausdruck dieser Liebe. Die Erde beginnt diese Qualität nach außen zu tragen. Der mit dieser Energie in Resonanz kommende Ort ist der uralte heilige Berg der Fuerteventurischen Ureinwohner, der Tindaya im Norden der Insel. Das Kosmogramm auf diesem Stein wurde von Margan entworfen und gemeißelt. Es aktiviert die Herzöffnung durch die Berührung des kosmischen Liebesstrahls, macht Menschen selber zu einem strahlenden Ort der Liebe und Barmherzigkeit und hilft, es  z.B. mit menschlichen Füßen in die Welt zu tragen (siehe auch alte neolithischen Felszeichnungen von Füßen in den Höhlen des Tindaya).

c)    Der dritte Stein erinnert uns daran, dass Sternenwellen die Entwicklungszyklen der Erde beeinflussen. Ihre rhythmisch einwirkenden Bildekräfte tauchen gleich einem Drachengesang tief in die Erde, durchströmen und beleben sie. Wenn wir gut geerdet sind, dann haben wir auch eine gute Verbindung zur geistigen Welt, dann berührt uns die geistige Essenz durch die Erde, aus der Erde heraus. Der damit in Resonanz stehende Ort ist ein Plateau oberhalb des Palmentales, Vega de Rio Palmas. Eine Felsformation ähnlich einem kosmischen Urei ist der Fokus dieser Bewusstheit. Das zugehörige Kosmogramm wurde von Johannes entworfen und gemeißelt, um dieses Geschehen stärker in die Bewusstheit zu  integrieren.

2. Erdinnenraum:

Hier handelt es sich um die urbildlichen Schichten des Erdbewusstseins. Es trägt auch die sich in ein inneres Erduniversum zurückgezogen habenden alten Zivilisationen. Die Welten der Erdenmitte wer-den als schrecklicher Ort dargestellt. In religiösen Vorstellungen soll hier das Abbüßen unserer Sünden stattfinden, die allseits gefürchtete Hölle. In wissenschaftlichen Vorstellungen ist die Erdmitte ein unerträglich erhitzter Raum, ein Kern aus flüssigem oder gasförmigem Nickel/Eisen. Durch beide Einstellungen wird die göttliche Natur des Erdkerns, des Wesens Erde, geleugnet. Es wird auf die Oberfläche der Erde konzentriert. Damit bleiben wir oberflächlich. Zum Prozess der Menschwerdung gehört aber die wahre Funktion und Bedeutung auch dieser Räume, dieses inneren Universums, zu erkennen. Z.B. sind diese Schichten als Hallen der Armenti, Hallen der Wandlung (Raum für Nach-todprozesse) erfahrbar. Das hat nichts mit der christlich strafenden Hölle zu tun. Weiters entströmt den Tiefen der Erde Gaias Stimme der Liebe und Weisheit. Sie schickt uns Botschaften aus ihrer Bewusst-seinssphäre (siehe Kornkreise oder atlantisches, lemurisches Wissen), um uns die anstehenden Wand-lungsprozesse zu erleichtern. Es geht um eine Beziehung zum Kern der Erde, Gaia als göttliches engelgleiches Wesen zu erkennen.

a)    Der erste Stein dieser Dreiersteingruppe bringt uns in Berührung mit der Erdseele, die durch die Essenz, das Herz des Ozeans, hier dem Atlantik, wirkt. Der Atlantik begegnet der Erde mit seiner Urkraft. Das Unbewusste verbindet sich mit dem Wissen der Erde. Der Ort mit dem stärksten Bezug zum Atlantik ist auf Fuerteventura Le Pared, auf Lanzarote ist es El Golfo im Westen der Insel. Das entsprechende Kosmogramm wird von Christine entwickelt und ge-meißelt. Dadurch wird die Erdseele darin unterstützt, sich selbst durch das Christusbewusst-sein zu reflektieren. Die Erde bekommt eine ganz starke Identität (namens Gaia z.B.).

b)    Der zweite Stein entspricht dem gestaltenden Unterbewusstsein der Erde. Es ist wie ein Urbild für die Erde als Paradies. Daran  wirkt z.B. die Feenwelt aus dem Zentrum der Erde, um dieses Bild aufrechtzuerhalten und nach außen abzugeben. Auch vergangene Zivilisationen sind beteiligt, die in die Tiefen der Erde abtauchten und zu einem uns heute wieder zugänglichen Teil des Gedächtnisses der Erde wurden, zu einer geistigen Realität, als lebendige Erfahrung der Erdseele. Oder als anderes Bild: Christus und Gaia bauen sozusagen ihre Beziehung aus, bestimmte Formen, ideale Urbilder des Lebens, entstehen (Tiere, Pflanzen, idealer Mensch = Adam Kadmon…).Es geht also um das diesbezügliche Bewusstsein. Hier finden wir zwei zugehörige Orte auf Fuerteventura, den Caracol, wo Marko den Zugang zur Feenwelt findet, und die erste, rundliche Höhle von Ajuy, welche die Essenz Lemuriens zugänglich macht. Auf Lanzarote finden wir einen entsprechenden Ort im alten, ins Meer abfallenden erloschenen Vulkan bei Eremita de las Nieves im Norden der Insel und den zugehörigen Kulthöhlen. Die Feen reiten hier sozusagen auf dem Drachenrücken des Vulkans, hüten die Drachenkräfte der Erde. Das Kosmogramm im Stein wurde von Marko entworfen und gemeißelt. Ein Dreieck und ein Viereck in den Lavabasalt gemeißelt, normalerweise nicht vereinigbare Formen, öffnen den Zugang zur Feenwelt aus dem Erdinneren, die als Erinnerung der lemurischen Zivilisation im inneren Universum weiterlebt.

c)    Der dritte Stein steht für die Urkraft der Erde. Aber auch sie ist noch nicht inkarniert, sondern als Bewusstseinsfeld angelegt. Wasser und Erde begegnen sich, werden zu Klangräumen, die sich gegenseitig formen und Informationen austauschen. Über Epochen, Jahrmillionen kommt es dann zur Selektion, die Erfahrungen mit bestimmten Urbildern werden, wenn das Leben wieder zusammenfällt,  manchmal verworfen, manchmal weitergegeben. Ein steter Wandel ist die Folge. Hier kommt es zum Bezug zu atlantischem Wissen. Wir finden in der zweiten, länglichen Höhle von Ajuy/Fuerteventura  einen entsprechenden Ort, auf Lanzarote in Los Hervideros (die Kochenden – Lavalöcher an der Südwestküste) nahe der Salinen. Das Kosmogramm meißelte und entwickelte Johannes, um diesen dritten Aspekt der Erdseele sichtbar werden zu lassen und aktivieren zu helfen.

3. Lebenssphäre der Erdoberfläche:

Diese Ebene repräsentiert die Gesellschaft.

a)    Der erster Stein dieses Zyklus symbolisiert die kulturelle Gestaltung der Landschaft: die Urkraft der Erde wird nun in konkrete, lebensfördernde (sexuelle) Energien, in Lebenskraft verwandelt. Die geomantischen Systeme der Landschaft sind nun dadurch geschaffen. Die Erde wird kulturell, religiös umgestaltet, die Qualität der roten Göttin der Fruchtbarkeit wird sichtbar. Es ist die Göttin hinter der Göttin hinter der Göttin… sie wird zu ihrem Rücken und zugleich schaut sie nach vorne, sie wird zum Universum selber.. Das Schattenbewusstsein, die AhnInnenwelt stärken uns dabei den Rücken. Wir finden dazu einen Ort, bzw. eine Kirche, Iglesia Nuestra Senora de la Regla in Pajara. Sie ist als Doppelkirche gebaut, ein erster Eingang steht für die sichtbare Welt, das Tagesbewusstsein, und ist mit vielerlei kulturellen  Symbolen geschmückt, welche einen Eindruck davon geben, wie Bewusstsein Kultur inter-pretiert. Der zweite Kircheingang ist schmucklos, entspricht dem Schattenaspekt und zeigt unser heutiges Wahrnehmen und Umgehen damit. Auch im Kircheninneren  wird diese Kraft der zwei durch zwei Marienfiguren ausgestaltet. Die weiße Madonna, strahlend und magisch anziehend, auf der Mondsichel stehend, zeigt das Tagesbewusstsein, die schwarze Madonna andererseits repräsentiert die Welt der Ahninnen und unsere dunklen Aspekte. Der Schlüssel zur Kreativität wird durch die Synthese der Gegensätze ermöglicht. Das von Peter entworfene und gemeißelte Kosmogramm will genau diese Verbindung wieder aktivieren. Stein und Kosmogramm stehen im Geopunkturkreis auf der Seite der drei Erdinnenraumsteine.

b)    Der zweite Stein steht für die nach der vorangegangenen Befruchtung möglichen kreativen Schöpfungskräfte, die ganz konkrete Umsetzung durch die Göttin der Fülle. Die lebens-spendende Göttin, die aus der Erde wirkt, bringt die kosmischen Urbilder, die von oben wirken,  zur Manifestation. Im Tal der Palmen unterhalb des Plateaus Rio de las Palmas finden wir den entsprechenden Ort auf Fuerteventura. Es handelt sich um ein weibliches Natur-heiligtum, ein Göttinnenheiligtum, wo unter Mitwirkung der gesamten elementaren Welt die schöpferischen Kräfte der Natur walten. Das von Thera entworfene und gemeißelte Kosmo-gramm macht diese Geburt des Lebens, die Mutter, die schöpft und schafft, sichtbar und stärkt die in einer Kultur des überspitzen Yang ziemlich unterdrückten und auch heute noch kaum geachteten weiblich kosmischen Schöpfungspotentiale. Stein und Kosmogramm befinden sich im Geopunkturkreis auf der Seite der drei kosmischen Urraumsteine.

c)    Der dritte und Mittestein im Rund der 9 Geopunktursteine verbindet nun diese Qualitäten und steht für die Gesellschaft schlechthin, wie sich die kosmischen Impulse konkret im Sinne von Lebensentwicklung ausdrücken. Alle 9 Steine sind in der Geopunktur nicht hierarchisch angeordnet, die Steine der Erdtiefe als unterste etc… sondern bewegen sich in Kreisform um diesen Mittestein.. In der Kreisform (bzw. als leichte Spirale angeordnet) der Geopunktur drückt sich die grundsätzlich weibliche Hauptqualität der Fuerteventurischen Landschaft aus. Der zugehörige Ort auf der Insel ist daher auch ein Ort mit alten Steinkreisen, Las Hermosas. Die Kreise liegen zu Füßen des Montana Cardon und werden von einer Dreiheit von umgebenden Bergen genährt. Es sind alte Kultorte der Ureinwohner Fuerteventuras. Das Kosmogramm für diesen mächtigsten der neun Steine wurde wie ein Medallion von Thera, Christine und Peter entworfen und von Peter gemeißelt.

4. Der Stein für die Ganzheit

Dieser etwas außerhalb der anderen 9 platzierte Stein steht dafür, wie alles eine Einheit bildet. Er trägt daher kein Kosmogramm, da er in sich ganz ist und das Göttliche, Ewige auch unaussprechbar bzw. unbeschreibbar ist. Es kann kein Bild geben vom Göttlichen.

Die  Geopunktursteinsetzung ähnelt somit im Gesamten einem Kreis mit Längsachse, einem Spiegel mit Stiel, einem Kreis, der sich dem Ganzen öffnet, und erstaunlicherweise der von Platon über-lieferten Struktur der Hauptstadt von Atlantis, Poseidonia, gleicht.

II Unterwassergeopunktur Staraquantis

Bei der an das Projekt anschließenden Fahrt zu einem riesigen Ausatmungszentrum von Morro Jable hatte Margan den Impuls, im Wasser baden zu gehen. Als sie untertauchte, kontaktierten sie die Unterwasserwesen (siehe spätere Beschreibung)  und so entstand in ihr der Impuls, auch unter Wasser eine Geopunktur zu errichten.

Das traf sich mit der ebenfalls schon einige Zeit entstandenen Idee von Bernardo und Mona Bienek gemeinsam mit der Tauchschule Stefan Haidler und Elke Jochmann, unter Wasser eine Installation zu machen.

Die gemeinsamen Ideen und Impulse führten zur ersten weltweiten Unterwassergeopunktur, der Aquageopunktur Staraquantis. Zunächst wurden drei Bronzeplaketten, in den anschließenden Jahren dann insgesamt sieben Plaketten mit Kosmogrammen in 18 m Tiefe installiert.

Die Bronzeplaketten sind für NichttaucherInnen in einer Kunstpyramidenstruktur in Artis Tirma erfahrbar.

Bericht, Photos, geomantische Erforschung

Mag. Margan D. Kalb

Schlossweg 13

9131 Grafenstein

Austria

0043/(0)660/8113048

http://www.sagenwanderungen.at

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